Früher Case, kein Feedback aus der Fachabteilung, HR als Gatekeeper
Leider war meine Erfahrung mit dem Bridgemaker Bewerbungsprozess keine wertschätzende. Nach einem sehr kurzen Gespräch mit der HR-Abteilung (nur social fit) habe ich direkt einen sehr umfangreichen Case übergeben bekommen, für den 3 Tage Zeit für die Bearbeitung besteht. Und jeder der den Job will, nimmt sich auch die vollen drei Tage dafür Zeit, was aufgrund des Umfangs der Aufgabe auch notwendig ist. Anschließend schickt man den Case ein und bekommt den Hinweis, dass sich jemand aus der Fachabteilung den Case anschaut. Nachdem sich der Bewerber nun 3 Tage Zeit genommen hat für die Bearbeitung und nun davon ausgeht, dass sich nun auch die Fachabteilung für ein Feedback Zeit nimmt, liegt leider falsch. Eine Vorstellung oder ein persönlicher Austausch zum Case findet nicht statt. Das Feedback wird über die HR-Abteilung ausgerichtet.
Die Begründung: Die Fachabteilung hätte keine Zeit jedem Bewerber Feedback zu geben, dafür gäbe es zu viele Bewerbungen. Von den Bewerbern wird aber direkt der volle Einsatz erwartet. Schade. Andere Unternehmen bekommen es auch hin, die Bewerber so vorzufiltern, dass nur so viele für den Case eingeladen werden, für die man auch Zeit hat. In diesen Unternehmen (u.a. auch direkte Wettbewerber von Bridgemaker) bekommt man die Gelegenheit den Case zu präsentieren mit anschließender offener Diskussion und ehrlichen Feedback - meiner Meinung nach der weitaus respektvollere Umgang mit Bewerbern. Und irgendwie bleibt der fade Beigeschmack, dass auch einfach viele Ideen von den Bewerbern abgegriffen werden sollen. Ich glaube, dass dadurch viele Bewerber mit einem negativen Bild zu Bridgemaker aus dem Prozess gehen - so ist es leider auch bei mir. Nicht falsch verstehen: bessere Bewerber kann es immer geben, Absagen gehören zum Game, aber der Prozess sollte wertschätzender ausgestaltet werden.