Mit Studium bloß nicht!
Zunächst wurde das Unternehmen vorgestellt. Anschließend erfolgte eine Aufteilung in Gruppen (ca. 5 pro Gruppe). Innerhalb der Gruppe sollte dann eine Aufgabe bearbeitet werden. Hier ging es zum einen um Problembewältigung und Lösungsansätze. Stichwort: kurzfristige und langfristige Ziele. Es sollte eine kurze Präsentation vorbereitet werden, zu der es aber nicht kommt, da der "Projektmanager" erscheint und vorzeitig in englisch Ergebnisse wissen möchte. (kurze Diskussion) Hier ist wichtig wie man im Team arbeitet, ob man alle mit einbezieht und ob man führen kann. Danach gab es überwiegend Aufgaben, die den Wissenstransfer betreffen. Beispiel: Theorie bzgl. Kommunikation lernen und umsetzten können. Später kam ein Multiple Choice Test. (Im persönlichen Gespräch sagte man mir, wenn man mindestens die Hälfte richtig hat ist das schon richtig gut). Es gab noch eine Einzelaufgabe, bei der man eine kurze Präsentation vorbereiten sollte, hier ist es wichtig grafisch zu Arbeiten und wirklich nur das wichtigste kurz und knapp herauszufiltern. Letztlich ein kurzes persönliches Gespräch.
Erst zum Schluss sagte man mir, dass die Stelle worauf ich mich beworben hatte nicht mehr frei sei, aber ich mir etwas anderes aussuchen könnte. Die persönlichen Fragen waren überwiegend darauf bezogen, ob ich mehr arbeite, das gerne tue und mir das auch vorstellen könnte und ob ich damit klar komme (nur etwas verpackt).
Letztlich kam das Angebot mit sehr schlechter Bezahlung und das gesetzlich vorgeschriebene Minimum an Urlaubstagen. Das ganze wird "schöngerechnet" mit dem Maximum von 200 Überstunden und zusätzlicher Gewinnbeteiligung.
Gehaltsunterschiede von Bachelor und Master waren ca. 100-200€ des Jahreseinkommens, abhängig vom Bundesland. Erst bei 6-8 Beförderungen wäre ein bemerkbarer Unterscheid des Jahreseinkommens entstanden.
Eine Bekannte aus dem Arbeitsrecht schaute sich den kompletten Vertrag an und sagte wörtlich: "Lass bloß die Finger von sowas".
Menschlich waren alle sehr nett und freundlich. Mir ist auch klar, dass die Personaler da natürlich nichts machen können und nur ihren Job machen. Als allerdings das Gefühl aufkam, dass ich an einem Arbeitsverhältnis so nicht interessiert bin, wurden auch keinerlei Fragen mehr beantwortet und mit der Höflichkeit war es vorbei.