Ich bewarb mich am 15. 12. (seit dem 24.12. für die Stelle als Creative Content Creator) für eine ausgeschriebene Vakanz für Kindaling GmbH (www.kindaling.de).
Nach der Winterpause durchlief ich mehrere Anrufe, Mails und Videocalls, in der ich das Gefühl bekam, die Etappen des Bewerbungsprozesses Schritt für Schritt erfolgreich zu durchlaufen. Nicht zuletzt wurde ich zu einem Probearbeitstag eingeladen, welches seitens des Unternehmens als letzte Etappe angepriesen wurde. Ich nahm die Einladung an, weil ich dachte, dass meiner Anstellung nun nichts mehr im Wege stehen würde.
An dieser Stelle möchte ich auch etwas über einen „Probearbeitstag“ sagen. Im Nachhinein macht der Einsatz eines Bewerbers in solch einem Umfang, trotz junger Unternehmensstrukturen wie in einem Startup, in meinen Augen keinen Sinn. Eine kleine Probearbeit á 2h reicht völlig aus, um ein Gefühl von der fachlichen Kompetenz zu bekommen und Videocalls können sehr gut die zwischenmenschliche Seite des Bewerbers zeigen. Zu sagen, dass man schauen möchte, inwiefern man interdisziplinär auf andere Abteilung zuarbeiten kann, ist für mich ein klare Ausrede, dafür muss man nicht 8h arbeiten und mehrere Aufgaben erledigen.
Dies musste ich jedoch tun und fühle mich im Nachhinein ausgebeutet.
Nach der Evaluation am Probearbeitstag, welcher etwa 1,5 Monate nach Beginn der Bewerbung erfolgte, bat ich um eine zeitnahe Rückmeldung, damit ich meinen weiteren Monat planen kann. Im Raum stand ein möglicher früher Berufseintritt um im Vorfeld ein offenes technisches Anliegen anzugehen. Ich dachte tatsächlich, dass es sich bei der anschließenden Rücksprache, bei der sie mich um einige Tage Geduld baten, um kleine administrative Modalitäten.
Nach fast 2 Monaten, mehreren Gesprächen und einem unbezahlten Tag, bekam ich schließlich eine Absage, die damit begründet wurde, dass das Skill-Set mit anderen Profilen wirtschaftlich besser für das Unternehmen ist. Nach 2 Monaten. Diese Entscheidung wird noch skurriler, weil der Recruiter anfangs selbst die Stelle als Creative Content Creator für mich ausgesucht hatte, da sie mehr zu meinem Profil passe. So ging ich auch davon aus, dass eine potenzielle Besetzung meiner Kompetenz sondiert wurde.
Insgesamt eine sehr enttäuschende Erfahrung.